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6, 8 oder noch mehr Beine
An zwei Wochenenden hat die Naturschutzjugend Essen/Mülheim einen Workshop über Insekten und Spinnen gemacht. Dort haben wir sehr viel über die Insekten und Spinnen gelernt und sie beobachtet. Ansonsten haben wir, die Jugendlichen noch Musik gehört, Filme geguckt, Tischtennis gespielt und noch sehr viele andere interessante Sachen gemacht. Hier haben wir noch Texte und Fotos für euch vorbereitet.
Andrea Verena Heisler und Thurid Reinerth
- Kleintierjäger unterwegs
- Die Wiesenmahd
- Die Erneuerung der Bienenwand
- Die Bauanleitung der Bienenwand
- Beim Imker
- Die Spinnenexkursion
Kleintierjäger unterwegs
Am ersten Tag haben wir eine Exkursion zur Obstwiese an der Meisenburg gemacht. Dort haben wir einen Biolehrer namens Bernhard getroffen, der uns einige Insekten gezeigt hat. Wir haben viele Insekten gefangen und bestimmt. Dazu sind wir durch die Wiese spaziert und haben auch einen Baum geschüttelt.
Dabei haben wir unter anderem folgende Insekten gefangen:
- Schmetterlinge
- C-Falter,
- Admiräle
- Ochsenaugen
- Hautflügler
- Bienen (Solitärbiene, Honigbiene)
- Wespen (Wespe, Holzwespe, Schlupfwespe)
- Zweiflügler
- Schwebfliege
- Skorpionfliege
Spinnen
- Wespenspinne
- die Sackspinne
- Laufspinne
- Weberknecht
- Streckspinne
- Kugelspinne
Außerdem haben wir auch eine Zwergzikade, die zu den Zikaden gehört gesehen, und eine Blattwanze, die natürlich zu den Wanzen gehört. Wir haben außerdem einen Käfer, nämlich den Violetten Laufkäfer gefunden. Am nervigsten war das ständige Gezirpe der Heupferde und Heuschrecken.
Natürlich hat Bernhard uns auch Dinge zu den einzelnen Tieren erzählt, zum Beispiel, dass die Skorpionfliege, die ich in einem Spinnennetz gefunden habe nicht etwa gerettet werden musste, sondern der Spinne ihre Vorräte aus dem Netz stehlen wollte, oder dass sich die Wespenspinne auf Heuschrecken, Heupferde und Grashüpfer als Nahrung spezialisiert hat. Das erstaunlichste waren aber die Fortpflanzungsmethoden der Schlupfwespe: Diese sticht mit ihrem Stachel in Käfer, die ihre Gänge durch morsche Bäume graben und legt ihre Eier in ihnen ab. Nach dem Schlüpfen ernähren sich die Larven von dem Käfer. Spannend war auch der Unterschied zwischen Heuschrecken und Heupferden: Heupferde haben lange, dünne Fühler, Heuschrecken aber kurze, dicke.
Die Wiesenmahd
Das Gras auf der Streuobstwiese an der Meisenburg musste gemäht werden. Deshalb waren wir am 11.08.07 und am 12.08.07 dort.
Wir haben die Wiese gemäht, weil sie nicht verbuschen soll.
Würde die Wiese nicht gemäht werden, würden zuerst Brombeeren und Büsche die Wiese überwuchern. Schließlich würden Bäume die Fläche zu einem Wald werden lassen.
Die Wiese wurde mit einem Balkenmäher gemäht. Der Balkenmäher wurde von Florian und Bernhard gefahren. Die anderen haben mit Rechen und Heugabeln das Heu gemahdet und anschließend auf die Plane getragen.
Und alles hat uns Spaß gemacht.
Später haben wir mit Unterstützung des Insektenexperten nicht nur viele Insekten gefunden, sondern auch bestimmt. Dieser hat uns auch einiges über die Lebensweise von Bienen und Schmetterlingen erzählt.


Die Erneuerung der Bienenwand
Der Sturm Kyrill hat die Bienenwand umgekippt. Dabei zerbrach das Dach. Als die Bienenwand lag, regnete es und der Lehm wurde nass. Als die Bienenwand wieder aufgestellt wurde, mussten wir die Kästen vorher heraus nehmen, dadurch gingen sie zu Bruch. Um die Dachpappe zu erneuern, stiegen wir auf eine Leiter und zogen mit einer Kneifzange die alten und verrosteten Nägel heraus. Da die Nägel ganz tief drin waren,war es sehr schwer, sie wieder heraus zu bekommen. Es war heiß und anstrengend. Als wir die Nägel endlich heraus hatten, zogen wir die Dachpappe ab. Durch die Hitze wurde die Dachpappe weich und war noch viel schwerer ab zu bekommen. Nun musste wieder neue Pappe darauf und mit neuen Nägel fest gehämmert werden. Immer wenn jemand auf die Leiter stieg, musste ein zweiter unten auf die Leiter stellen, damit die Leiter nicht umkippte. Von dort oben sah man auf der Streuobstwiese immer wieder Kröten und Frösche.
Es hat mir sehr viel Spaß gemacht.
Janina Tennler
Die Bauanleitung der Bienenwand
Holzscheiben für Bienen
- Zuerst haben wir uns Baumscheiben besorgt.
- In diese Holzscheiben haben wir mit dem Bohrer Löcher in verschiedenen Größen gebohrt.
Bohrergröße :
Lehmkästen:
- Zuerst haben wir Holzkästen gebaut.
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Diesen Kasten haben wir mit Lehm gefüllt.
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Wir mussten warten bis der Lehm trocken ist, weil man in feuchten Lehm
nicht bohren kann. In den trockenen Lehm haben wir Löcher gebohrt.
Bohrergrößen :
Lehmkästen mit Holunderstücken:
- Wieder haben wir einen Holzkasten genommen.
- In diesen Kasten wurde Lehm geschüttet.
- In den noch feuchten Lehm haben wurden Holunderstäbe gesteckt.
Bohrergrößen :
Wir haben die Löcher gebohrt, damit die Bienen dort ihre Eier hinein legen können.
Die Äste (z.B. Holunder) sollten ein Mark haben. Dann haben es die Wildbienen leichter, diese zu entfernen,um ihre Eier hinein legen zu können.
Wir haben die Kästen in die Wand gestellt und mit Nägeln und Stahlband befestigt.
Die Bienenwand muss sonnig stehen, und es darf nicht hinein regnen.
Beim Imker
Von der Bienenwand sind wir zu dem Imker Norbert gefahren. Dort konnten wir die Einzigartigkeit der Honigbienen betrachten. |
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Als erstes haben wir uns angeguckt, wie man Honig gewinnt. Norbert hat 5 Bienenvölker in seinem Garten. |
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Ein Bienenvolk besteht aus ungefähr 30.000 Bienen. Wir konnten in einen Bienenstock hinein sehen. Norbert hat eine Imkerpfeife benutzt, damit die Bienen sich in ihrem Bienenstock zurückzogen. In dieser Inmkerpfeife werden verschiedene Kräuter verbrannt. Wir haben uns auch eine Wabenpresse angeguckt. Mit so einer Wabenpresse kann man den Bienen helfen schneller Honig zu produzieren.
Von uns würde keiner von einer Biene gestochen - zum Glück! |
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| Das ist Norbert der Imker! |
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Andrea Verena Heisler und Thurid Reinerth
Die Spinnenexkursion
Am zweiten Workshopwochenende bekamen wir Besuch von einem Spinnenexperten. Zur Einführung fragte er uns, was wir über Spinnen wissen. Nachdem das (Zugegeben recht wenige) genannt worden war, erzählte er uns mehr über Spinnen, Spinnennetze und Jagdmethoden.
Er zeigte uns die Unterschiede von Spinnen und Insekten anhand von Modellen.
Die Spinnen sind aber auch noch mal in verschiedene Gattungen unterteilt.
Die evolutionsgeschichtlich älteren Spinnen haben nach unten gebogene Giftklauen, während die moderneren seitliche, zangenartige Giftklauen besitzen. Auch der Netzbau ist Eolutionsgeschichtlich jünger. Es gibt aber nicht nur die weit bekannten Radnetze, sondern auch Trichternetze, Dreiecksnetze, Baldachinnetze, Erdröhrennetze, Sektorennetze und Haubennetze.
Wenn man in Australien nachts nach draußen auf die Toilette muß, sollte man vorher mit der Taschenlampe nachschauen, ob sich eine schwarze Witwe unter der Klobrille versteckt hat. Denn ein Biss ist nicht nur unangenehm sondern kann auch über Krämpfe bis zum Tod führen.
In Deutschland sind nur zwei Spinnenarten für den Menschen gefährlich:
Die in Moorgebieten beheimatete Wasserspinne und der um den Kaiserstuhl herum lebende Dornfinger.
Nach der Theorie kam die Praxis. Dazu sind wir nach draußen gegangen, und haben nach Spinnen gesucht. Leider haben wir nicht sehr viele verschiedene Arten gefunden, obwohl hunderttausende Spinnen auf einem Quadratmeter Waldboden vorkommen. Neben verschiedenen Kreuzspinnenarten haben wir auch einige Wolfsspinnen gefunden. Bei den Wolfspinnen ließen sich auch das Männchen und das Weibchen gut auseinanderhalten, da die Männchen verdickte Fangklauen haben.
Auf dem Rückweg haben wir noch ein Netz einer Kräuselnetzspinne gefunden. Diese schimmern bläulich und sind so fein gewebt, das Insekten auch ohne Klebetropfen hängen bleiben.
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